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Altenkirchen 2004: Georg Wiesinger

Georg Wiesinger
Georg Wiesinger

Der zweite Tagungstag am 04.11.2004 begann mit einem Blick auf die Arbeit mit behinderten Menschen in Österreich, der von Claudia Leibrock moderiert wurde. Im ersten Vortrag von Dr. Georg Wiesinger von der Bundesanstalt für Bergbauernfragen in Wien wurde ein Überblick über die Arbeit mit geistig behinderten Menschen in Österreich gegeben.



Georg Wiesinger charakterisiert die Situation in Österreich wie folgt:

  • Es dominiert die Anstaltspflege.
  • Es gibt keine großen Einrichtungen mit Landwirtschaft und Gartenbau wie in deutschen Werkstätten für behinderte Menschen.
  • Es besteht jedoch eine Reihe von sehr unterschiedlichen, meist kleinen, mehr oder weniger innovativen Modellen zur Integration von behinderten Menschen in die Landwirtschaft.
  • Der eindeutige Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf einer therapeutischen Funktion.
  • Die Zahl der Einrichtung schätzt er auf etwa 15 bis 20, die Zahl der betreuten Personen auf einige hundert.

Als Probleme nennt er:

  • eine geringe Vernetzung, Koordination und Kooperation,
  • bürokratische und administrative Hemmnisse,
  • häufig fehlende Konzepte und
  • eine historische Bürde von Pflegeskandalen.

Er verweist auf zwei erfolgreiche Modelle der Familienpflege der Landesnervenklinik Sigmund Freud in Graz sowie des Himmelschlüsselhofs in Texing. Auf diese Beispiele geht die Tagung im weiteren Verlauf ein.



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