Altenkirchen 2004: Oliver Rodenhäuser
Der zweite Tagungstag wurde mit einem perspektivischen Teil abgeschlossen, den Cornelia Roeckl von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft moderierte. Dieser Block begann mit einem Vortrag von Oliver Rodenhäuser von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAGWFBM) in Frankfurt mit dem Titel „Wie wirken sich die sozialpolitischen Entwicklungen auf die Grünen Bereiche von WFBM aus?“.
Oliver Rodenhäuser sieht eine wirtschaftliche, finanzielle und soziale Krise, die zu teilweise erheblichem Druck auf die Budgets und Pflegesätze der Werkstätten führt. Dies bedingt eine Reduzierung der Werkstattplätze und eine restriktive Aufnahmepolitik. Außerdem gibt es eine Entwicklung zur Schaffung preiswerterer institutioneller Konkurrenzangebote zur Werkstatt. Als wichtige Entwicklung benannte er das „persönliche Budget“, das bis Ende 2007 in Modellregion erprobt und wissenschaftlich begleitet wird. Das persönliche Budget hat zur Konsequenz, dass der derzeitige Werkstattbeschäftigte im direkten Vertragsverhältnis zum Kostenträger kommt und mit seinem Budget dann Dienstleistungen auf dem freien Markt einkaufen kann. Damit löst es das bisherige Dreiecksverhältnis Kostenträger - Werkstattbeschäftigter und Werkstattträger auf.

